Türkiye Cumhuriyeti

Münih Başkonsolosluğu

Konuşma Metinleri

Münih Çevre Günü, 17.12.2011

Sehr geehrter Herr Staatsminister Dr.Marcel Huber,
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Christian Ude
Sehr geehter Herr Vorsitzender des Bunds Dr.Weiger
Sehr geehrte Frau Gülcan Nitsch, Leiterin vom Grünen Kreis
Liebe Gäste,

zum 1.Türkischsprachigen Umwelttag in München möchte ich Sie im Namen des Türkischen Generalkonsulates herzlichst begrüssen. Auch beglückwünsche ich die Leiterin vom Grünen Kreis Frau Gülcan Nitsch, dass sie die Initiative eines solchen Tages ins Leben gerufen hat.

Bevor ich mit meiner Rede beginne, sollte ich allen hier Anwesenden zuerst die Frage stellen: “diejenigen, die leben wollen, sollen die Hand heben”. Sicherlich werden Sie alle die Hand heben. Wenn ich dabei noch hinzufüge, “wie möchten Sie leben?”, werden Sie bestimmt so antworten: in gesunder Lebensqualität und in fortdauernden Lebensstandart. Denn unser Planet, auf dem wir leben, gibt keine Signale mehr, sondern er schlägt schon Alarm. Deshalb müssen wir aufgerüttelt werden und uns ernsthafte Gedanken darüber machen.

Während meiner inzwischen 35 jährigen diplomatischen Laufbahn hatte ich es als eine Chance gesehen, in den 80’er Jahren durch meine Entsendung nach Nairobi/Kenia mit den Umweltfragen konfrontiert zu werden. Denn, ich habe dort 3 Jahre lang im Zentrum des Umweltprogramms der Vereinten Nationen/UNEP (UN Environment Programm) gearbeitet und somit mich näher mit den Umweltsfragen beschäftigt. Ich hatte dort die Gelegenheit all die technischen Fragen, wie ein Experte zu lernen. Damals habe ich gesehen, dass viele sehr angesehene Wissenschaftler schon in den 70’er Jahren, uns Bürokraten, diejenigen, die die politischen Entscheidungen treffen, Industriellen und die gesamte Menscheit warnten und uns auf den heutigen Zustand der Umwelt schon damals aufmerksam machten.

Wenn wir zurück denken, schon damals als die Verhandlungen von IPCC (der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen -Intergovernmental Panel on Climate Change), über die Bedrohung der globalen Erwärmung (Global Warming) begannen, waren alle Länder insbesondere über das Konzept “Entwicklung und Umwelt” uneins. Die entwickelten Länder gaben der “Umwelt” und die Schwellenländer der “Entwicklung” den Vorrang. Die Namen mancher Länder traten hervor. Auf der einen Seite waren die Industriestaaten wie, die USA, Japan und einige EU Länder, auf der anderen Seite waren die Länder, die in den Industrialisierungswettbewerb getreten sind, wie China, Russland, Indien usw. und die Länder, die sich um ihre Entwicklung bemühten. So enstanden 3 Gruppierungen und dann entbrannten unter diesen Gruppen heftige Debatten um die Zusatzmittelbeschaffung und Transfer der neuen Technologien. Jahrelang wurde darüber diskutiert und die Diskussionen gehen immer noch weiter. Als wir uns jahrelang mit Klima-Abkommen, wie Montreal-Protokoll, Kyoto-Protokoll, Treibhausgase, fossile Brennstoffe, (halonlar??), florale Karbonade, Ozonschicht herumschlugen, stehen die damals vorausgesagten Katastrophen-Szenarien heute wie einen Alptraum vor uns. Vielen von uns wurden diese Voraussagen wie, Erwärmung der Erde um 1-2 Grad, Erhöhung des Meerespiegels um 3-4 cm, Entstehung von Wüsten durch Absterben der Wälder als ein katastrophaler Film wahrgenommen. Es geht noch genauso weiter.

Die ganze Menscheit bezeichnet die Umwelt als ein “gemeinsames Erbe der Menschen”(common heritage of humankind). So sagend sind wir zur heutigen Zeit angelangt. Im Grunde genommen haben wir dieses Erbe gewissermasen vergeudet. Wogegen, wenn wir frühzeitig das Bewusstsein für die Umwelt entwickelt hätten, so dass man dieses Erbe wohl behütet achtsam in die Hände der nächsten Generation übergeben könnte, wäre heute alles anderes gewesen.

Jedoch ist es alles noch nicht zu Ende. Unsere alte Welt versucht irgendwie und noch für eine kurze Zeit zu verhindern, dass wir auf einen Weg kommen, wo eine Rückkehr nicht mehr möglich ist. Ich hoffe, so lange wir diese Möglichkeit noch haben, dass wir gegen diesen Alarm so schnell wie möglich ernst gemeinte Massnahmen treffen, um diejenigen, die dagegen nichts unternehmen, zu warnen. Deswegen ist es unsere Pflicht die Initiavien, wie den heutigen Umwelttag zu unterstützen. Ich danke allen Beteiligten herzlichst, die am Zustandekommen dieses Umwelttages mitgewirkt haben.