Türkiye Cumhuriyeti

Münih Başkonsolosluğu

Konuşma Metinleri

Die Deutsch-Türkische Wirtschaft in Bayerisch Schwaben, 02.07.2012

Sehr geehrter Herr Staatssekretär Markus Sackmannn,
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr.Kurt Gribl,
Sehr geehrter Herr Präsident IHK Schwaben……….
Liebe Gäste,

ich freue mich sehr, heute bei diesem Fachforum “Die Deutsch-Türkische Wirtschaft in Bayerisch Schwaben” hier in Augsburg unter Ihnen sein zu dürfen.

Ich möchte allen Beteiligten danken, die diesen Tag mit organisiert haben.

Lassen Sie mich Ihnen zu den Themen zuerst einige Zahlen zu nennen:

Deutschland Allgemein
-in Deutschland machen über 70.000 türkische Unternehmer jährlich 35 Milliarden Euro Umsatz. Z.B. nur allein durch die Döner-Branche werden über ca.2 Milliarden Euro Umsatz erzielt und somit ein wirtschaftlicher Beitrag geleistet. Investitionen der türkischen Unternehmen in Deutschland haben bereits 10 Milliarden Euro überschritten.

Wenn wir die Investitionen Deutschlands in der Türkei betrachten:
Von den heute in der Türkei tätigen ca.24.500 ausländischen Firmen kommen etwa 5.000 aus Deutschland, davon ca.2000 aus Bayern. Allein im Jahre 2011 wurden aus Deutschland ca.1 Milliarde Euro in der Türkei investiert.

Bayern:
Da Bayern eine der führenden technologischen Zentren der Welt ist und aufgrund seiner wirtschaftlichen Stärke und seines Aussenhandelvolumens nimmt Bayern mittlerweile unter den wirtschaftlich stärksten Regionen in der Welt den 20.Platz ein. Ausserdem besitzt Bayern die Kraft, die Wirtschaftspolitik Deutschlands mitzubestimmen.

Türkische und türkisch-stämmige Unternehmer in Bayern:
Die Einwohnerzahl der Türken und türkisch Stämmigen in Bayern beträgt über 400.000
Die Unternehmerzahl der Türken und türkisch Stämmigen in Bayern ergeben über 11.000 und davon entfallen in München und Umgebung: ca. 5.000. und in Augsburg ca.500-600 Unternehmer.

-Unsere Unternehmer sind fast in allen Handelsüblichen Branchen tätig. Das Schwergewicht liegt wie allgemein in Deutschland im Dienstleistungssektor. Zu den anderen Branchen könnte ich u.a.Textil, Transport, Nahrung, Gastronomie, Tourismus und Bauwirtschaft zählen.

-Wenn wir einige Firmen, die Weltweit tätig sind, ausser acht lassen, handelt es sich dabei im Allgemeinen um die mittelständischen Unternehmen. Über dessen Gesamtumsatz gibt es keine genaueren statistischen Angaben.

Betrachten wir an dieser Stelle doch einmal unsere Beziehungen zu Deutschland. Wie Sie wissen, ist die grösste Erwartung eines Menschen in seinem Leben die Akzeptanz und Teilhabe daran. Die grösste Angst eines Menschen ist jedoch das Gefühl der Ablehnung. In diesem Zusammenhang wünscht sich schon die türkische Gesellschaft nach 50 Jahren als ein Teil Deutschlands, ein Bild darzustellen, dass sie mehr am gesellschaftlichen Leben teilnimmt. Dazu brauchen sie auch die Unterstützung der deutschen Gesellschaft. Das harmonische Zusammenleben der deutschen und der türkischen Gemeinschaften in Deutschland, welches die letzten 50 Jahre der deutschen Geschichte mitgestaltet hat, spiegelt auch den in den türkisch-deutschen Beziehungen erreichten Stand wieder, die in einer langen gemeinsamen Geschichte und einer Freundschaft sicher verankert sind. Ausserdem ist Deutschland auch der grösste Handelspartner der Türkei.

Vor allem möchte ich betonen, dass die türkische Wirtschaft in der Weltwirtschaftsliste bereits den 17. Platz hat und in der ersten Quartal ein Wachstum von %3, 2 erreicht hat. Ausserdem bildet die Türkei in seiner Region mit der Stabilität sowie mit seiner demokratischen Tradition und Institutionen ein Modell.

Auch in den Beziehungen zum Freistaat Bayern ist diese positive Entwicklung zu erkennen. So hat sich z.B. das Handelsvolumen im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr um 29,8 % gesteigert, (ca.5 Millarden Euro) und alle Anzeichen sprechen dafür, dass auch für 2012 eine ähnliche Steigerung zu erwarten ist.
An dieser Stelle muss ich auch sagen, dass Visumpflicht für die türkischen Unternehmer leider grosse Probleme bereitet.

Gerade diese Zahlen zeigen uns, dass durch eine enge wirtschaftliche Zusammenarbeit ein Klima des Vertrauens geschaffen wird. Es wäre zu wünschen, dass es noch mehr zu solchen unternehmerischen Aktivitäten kommt und unsere Beziehungen somit noch enger gestaltet werden.

Aus diesem Grund möchte ich mich allen voran bei Frau Felicitas Eitel, bei IHK Schwaben und bei allen Verantwortlichen in Augsburg, die für das Zustandekommen dieser Veranstaltung mitgewirkt haben und für ihre diesbezüglichen aufrichtigen Bemühungen herzlichst bedanken.

Vielen Dank